Kew gardens
UNESCO-geschützte botanische Gärten mit spektakulären Gewächshäusern, seltenen Sammlungen und einer enormen Pflanzenvielfalt aus aller Welt.
Geschichte
Kew Gardens, offiziell bekannt als die Royal Botanic Gardens, Kew, gehören zu den wichtigsten botanischen Institutionen der Welt. Ihre Ursprünge gehen auf das frühe 18. Jahrhundert zurück, als das Gebiet Teil der königlichen Güter entlang der Themse war und von Mitgliedern der britischen Königsfamilie als Vergnügungsgärten genutzt wurde.
Die Verwandlung von Kew in einen großen botanischen Garten begann unter Prinzessin Augusta, der Mutter von König Georg III., Der Mitte der 1700er Jahre die Schaffung einer ehrgeizigen botanischen Sammlung in Auftrag gab. Während dieser Zeit entwarf der Architekt Sir William Chambers mehrere ikonische Gartenstrukturen, darunter die berühmte Große Pagode, die 1762 fertiggestellt und von der chinesischen Architektur inspiriert wurde.
Im 19. Jahrhundert trat Kew Gardens unter der Leitung von Sir William Jackson Hooker und später seinem Sohn Joseph Dalton Hooker in eine neue Ära ein. Während dieser Zeit wurde Kew ein globales Zentrum für botanische Forschung, Pflanzenklassifikation und das Studium wirtschaftlich wichtiger Arten, die aus dem expandierenden britischen Empire nach Großbritannien gebracht wurden.
Eine der bedeutendsten Errungenschaften der viktorianischen Zeit war der Bau des Palmenhauses, das 1848 eröffnet wurde. Diese riesige Glas- und Eisenstruktur, ein Meisterwerk der Industrietechnik, ermöglichte die Kultivierung tropischer Pflanzen im Londoner Klima und wurde zum Vorbild für spätere Gewächshäuser weltweit.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts setzte Kew Gardens seine wissenschaftliche Mission fort und spielte eine entscheidende Rolle bei der Pflanzenerhaltung, dem Saatgutbanking und der Umweltforschung. Im Jahr 2003 wurden die Kew Gardens zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt und würdigten ihren herausragenden universellen Wert in Wissenschaft, Landschaftsgestaltung und Bildung.
Heute beherbergt Kew Gardens mehr als 50.000 lebende Pflanzen, historische Gebäude, Galerien und eine der größten botanischen Bibliotheken der Welt. Sie stellen eine einzigartige Kombination aus wissenschaftlicher Forschung, Denkmalschutz und öffentlichem Genuss dar.
Besuch
Ein Besuch in Kew Gardens bietet ein eindringliches Erlebnis zwischen Themengärten, historischen Gewächshäusern und Landschaftsparks.
Zu den Highlights gehören das Palm House, das Temperate House (das größte viktorianische Glashaus der Welt), die Große Pagode, der Treetop Walkway und saisonale Blumenausstellungen.
Ein vollständiger Besuch erfordert in der Regel 3-4 Stunden, obwohl viele Besucher einen ganzen Tag damit verbringen, die Gärten zu erkunden. Tickets können online gekauft werden, und eine Vorausbuchung wird an Wochenenden und Hauptsaisons empfohlen.
Wie man dorthin kommt
Kew Gardens befinden sich im Südwesten von London, im Bezirk Kew, in der Nähe der Themse.
Die nächste U-Bahn-Station ist Kew Gardens (District Line), die auch von London Overground Züge serviert wird. Der Haupteingang ist nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt.
Mehrere Buslinien bedienen das Gebiet, und Kew Gardens sind auch mit Flussbooten entlang der Themse erreichbar und bieten eine malerische Möglichkeit, den Ort zu erreichen.
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